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Fitness:
(Hammer Sport AG)

Meilensteine: Vom Lokomobil zum Nordic Runner (Teil I)

 
Die Gründerjahre
1900
Die Geschichte der Firma von Heinrich Hammer beginnt mit einem Umzug. Denn eigentlich lebte der Erfindergeist in Bad Mergentheim. Als er nach Erbach kommt, ist die Hochzeit mit der Tochter eines Sägewerkbesitzers auch der Startschuß für ein eigenes Unternehmen.

1902
Am 30. Februar findet sich im „Amtsblatt für den Bezirk Erbach“ folgende Anzeige:
"Kundensägerei! - Nachdem nun mein Sägewerk vollständig umgebaut und neu eingerichtet ist, so bin ich in der Lage, jedes Quantum Holz in kürzester Zeit und unter billigster Berechnung zu schneiden. Indem ich beste Bedienung zusichere, sehe ich gütigem Wohlwollen entgegen. Hch. Hammer, Sägewerk und Stielefabrik."

1910
Es bleibt nicht beim Sägewerk. Die folgende Anzeige in der „Erbacher Zeitung“ vom 10. Dezember berichtet von einer „bahnbrechenden“ Erneuerung durch Heinrich Hammer:
Vortrag
Morgen, Sonntag, 18. Dezember nachmittags ¼ 4 Uhr, findet im Hirschsaal ein Vortrag über das zu erstellende elektrische Werk statt. Nach dem Vortrag werden Listen zirkulieren zur Einzeichnung der Licht- und Kraftabnehmer. Ich bitte, mein Unternehmen durch recht zahlreiche Beteiligung zu unterstützen und zeichne hochachtend, Heinrich Hammer."
Unter der Rubrik Landesnachrichten der „Erbacher Zeitung“ am 20. Dezember 1910 findet sich dann folgende Notiz:
"Herr Schultheiß Schmid, welcher die Versammlung leitete, gab zuerst einen kurzen Überblick über die Entstehung des jetzigen Projekts und forderte die sehr zahlreich erschienenen Ortseinwohner auf, Herrn Hammer durch Abnahme von Licht und Kraft von seinem Unternehmen zu unterstützen. Nach diesem Vortrag zirkulierten Listen zur Einzeichnung der Abnehmer, nach deren Ergebnis sich die Anwesenden mit 44 Motoren und mit über 400 Lampen beteiligen, so daß die Errichtung des Elektrizitätswerks duch Herrn Hammer gesichert ist." Eine neue Ära beginnt: Das Wasserrad hat endgültig ausgedient und ein Lanz-Lokomobil mit Generator versorgt jetzt dank Heinrich Hammer die Gemeinde Erbach mit elektrischem Strom.

1910
beginnt der Unternehmer mit der Produktion von aus Vollholz geschnittener und unter Dampf gebogener Tennisschläger und Skier.

1925
stellt der erfindungsfreudige Fabrikant erstmals verleimte Skier und Tennisschläger her.

1939
Der zweite Weltkrieg erzwingt einen Stillstand der Technologie. Die Firma wird in die Produktions-Maschinerie der deutschen Wehrmacht eingebunden.


Original-Pressemitteilung
Artikel vom 05.04.2006, 11:37 Uhr

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